137 Warum die Frage „Hyperscaler oder EU-Cloud?“ die falsche ist
Shownotes
EU-Cloud-Anbieter vs. Hyperscaler??? 🤔☁️ Muss ich mich für das eine oder das andere entscheiden?
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00:00:00: Grandios, dass ihr wieder dabei seid zu einer neuen Folge von insights!
00:00:04: Mein Name ist Joubin, Joubin Rahimi und heute mit dabei: Harald Joos
00:00:09: von der Deutschen Rente Bund.
00:00:11: Das habe ich hoffentlich richtig formuliert, weil die deutsche Rente
00:00:14: ist ja relativ groß, lieber Harald.
00:00:17: Ja, hast du fast richtig hinbekommen, aber allgemein spricht man von der Deutschen
00:00:21: Rentenversicherung und Deutsche Rentenversicherung Bund ist
00:00:25: der größte Träger und der auch alles koordiniert und viel für die
00:00:31: gesamte Rentenversicherung macht.
00:00:33: Und du bist ja verantwortlich als Cloud-Beauftragter für die
00:00:36: Ausrichtung und Strategie. Ist das richtig?
00:00:40: Ja, ich bin allerdings nicht ins operative Geschäft eingebunden, sondern du kannst
00:00:44: eigentlich eher sagen, das geht mehr in Richtung Cloud-Evangelist.
00:00:49: Und ich trete eben auch außerhalb der Deutschen Rentenversicherung auf und
00:00:54: probiere insbesondere ganz eng und viel mit der gesamten
00:00:57: Sozialversicherung zusammenzuarbeiten, also Unfallversicherung,
00:01:01: Krankenversicherung.
00:01:01: Und da hat sich ein sehr, sehr gutes Netzwerk aufgebaut.
00:01:05: Ja, und ich durfte dich auf einen dieser Events ja mal
00:01:10: sehen und wir waren ja zusammen auf dem Panel.
00:01:12: Da war die Frage auch Hyperscaler versus Non-Hyperscaler und wir waren ja auf dem
00:01:17: Event eines Non-Hyperscalers und ich hatte jetzt so vermutet, du wirst
00:01:21: dann die Fahne dafür schwenken, alles auf lokalen Non-Hyperscaler zu bewegen,
00:01:28: aber du hättest eine sehr differenzierte Sichtweise auf das Thema,
00:01:32: gerade nichteuropäische Anbieter versus europäische Anbieter und den
00:01:36: Herausforderungen im Markt, die da sind.
00:01:39: Ich sage mal ganz platt, ich hätte jetzt gedacht, du hättest die OVH-Fahne einfach
00:01:43: nach vorne genommen und Stack it und Co.
00:01:45: Da hast du gesagt, wir müssen da ganz anders rangehen.
00:01:48: Und das hat mir da einfach noch mal klarer gezeigt, dass die
00:01:52: Herausforderung nicht nur Souveränität ist, sondern ganz, ganz vielfältig
00:01:56: ist, die ihr ja auch habt.
00:01:59: Ja, Im Prinzip geht es immer darum, dass du dir alle Optionen offenhältst,
00:02:04: dass du Wahlfreiheit hast und dass du dir die Lösung aussuchst,
00:02:08: die die beste für dich ist.
00:02:09: Und das hängt unter anderem ab von der Qualifizierung der Daten,
00:02:14: das hängt von Rahmenbedingungen ab, die du in der Firma hast,
00:02:18: weil du kannst sehr viel im eigenen Rechenzentrum machen, du kannst sehr viel
00:02:23: bei nationalen europäischen Anbietern machen.
00:02:26: Und es gibt auch immer noch Use Cases, wo sich anbietet oder wo es
00:02:31: nicht anders geht, wo man auf die Hyperscaler zurückgreifen muss.
00:02:34: Und deswegen mag ich diese Schwarz-Weiß-Diskussion nicht, sondern wir
00:02:38: müssen alles nutzen können, aber wir dürfen nicht in eine Situation
00:02:41: reinkommen, wo wir eben alle irgendetwas nutzen müssen,
00:02:45: Vendor-Lock-ins sind, sollten wir irgendwie versuchen zu vermeiden.
00:02:49: Und ihr habt ja sicherlich überhaupt keinen kleinen Footprint
00:02:56: bei der Deutschen Rentenversicherung, sondern er wird da recht groß sein.
00:03:00: Wir kennen AWS ja auch ganz gut und Azure und GCP.
00:03:04: Die haben auch viele dieser eigenen tollen Services, muss man ja sagen.
00:03:08: Wie siehst du da die Gefahr des Lock-ins, wenn man sagt, ich nutze dann halt deren
00:03:14: Service, die ja doch dann proprietär sind?
00:03:16: Oder sagt man, das ist okay, weil es ja schon eher Applikation ist?
00:03:20: Wie geht ihr an solche Punkte ran?
00:03:22: Na, das hängt immer von vielen Dingen ab.
00:03:23: Ich mache zwei Beispiele.
00:03:26: Ein Beispiel außerhalb der Rentenversicherung.
00:03:28: Da kenne ich einen Träger, die haben halt ihre Fachverfahren komplett
00:03:32: mit Microsoft gebaut.
00:03:34: Also das heißt, da stecken 20 Jahre Entwicklung Microsoft drin.
00:03:38: Da kommst du nicht von heute auf morgen weg.
00:03:41: Das ist eine Zeit, das dauert fünf bis zehn Jahre, bis du es
00:03:45: schaffst, dich davon zu lösen.
00:03:47: Der Wille ist da, aber da kannst du eben den Schalter nicht umlegen.
00:03:51: Anders sieht es bei uns aus.
00:03:54: Klar, die Office-Produkte sind natürlich immer noch nach wie vor
00:03:58: stark intern verbreitet wird, aber wir haben wenig Fachverfahren,
00:04:02: die abhängig sind von Microsoft.
00:04:04: Also insofern würde ich folgendes zum einen postulieren:
00:04:10: Wenn wir Fachverfahren entwickeln, sollten wir die so entwickeln, dass
00:04:13: die auf allen Clouds laufen.
00:04:16: Dann haben wir die Wahlfreiheit und dann kannst du eben auch …
00:04:19: Und für selbstentwickelte Fachverfahren bieten sich eigene Rechenzentren und
00:04:23: europäische Clouds an aus meiner Sicht.
00:04:25: Das ist die erste Wahl.
00:04:27: Da gibt es auch keine Abhängigkeiten.
00:04:29: Das kann man gut machen.
00:04:31: Ich kann auch problemlos etwas auf AWS entwickeln und dann auf OVH betreiben.
00:04:38: Man kann verschiedene Kombinationen treffen.
00:04:40: Man muss eben gucken, dass man die beste Lösung für sich findet.
00:04:44: Und Die europäischen Clouds, die verändern sich ja nach und nach.
00:04:49: Oder ich habe immer das Gefühl, da wird so ein Schritt nach vorne gemacht
00:04:52: und dann wieder zwei Schritte zurück, weil die nicht …
00:04:56: Also sie arbeiten nicht zusammen.
00:04:58: Es ist so ein bisschen kleine Fürstentümer, die
00:05:02: versuchen alle, der Held von Europa zu sein, aber wenn man sich mehr zusammentun
00:05:07: würde – ist so mein Eindruck als Kunde –, könnte man auch viel mehr
00:05:09: erreichen in dem Kontext.
00:05:12: Ja, wird jetzt in der Presse veröffentlicht.
00:05:15: Wir haben gerade ein vom Wirtschaftsministerium gefördertes
00:05:19: Projekt aufgesetzt und da haben wir es geschafft, eine
00:05:28: SaaS-Anwendung, Open Source, die überall läuft.
00:05:32: Und dann haben wir mal drei Cloud-Provider reingebracht, drei aus
00:05:36: Deutschland diesmal, drei große.
00:05:39: Und wir wollen die Interoperabilität mal hinbekommen.
00:05:42: So was haben wir auch schon mal ausprobiert im Cloud-Reallabor
00:05:45: mit der OVH und der IONOS zusammen und der Plus-Server und der STACKIT.
00:05:51: Unser Ziel ist, dass die europäischen Nationalen Champions
00:05:57: mehr zusammenarbeiten.
00:05:59: Dann kann auch jedes Land sein Geschäft machen und dann nutze ich gleich mal die
00:06:03: Chance, um so einen nationalen Champion zu definieren.
00:06:06: Und die Großen müssen vorangehen.
00:06:09: Und um mal eine Zahl in den Raum zu werfen,
00:06:13: sagen wir mal, man müsste einen Umsatz haben von ungefähr einer Milliarde Euro
00:06:19: und dann kommt man in die Riege der nationalen Champions eben mit rein und
00:06:24: die müssen in Europa zusammenarbeiten.
00:06:26: Und da ist eine OVH mit dabei, da ist eine STACKIT mit dabei, da ist eine auch IONOS
00:06:30: noch ist mit dabei, da sind auch andere mit dabei.
00:06:32: Also da hat man dann schon mal eine überschaubare Anzahl von Playern.
00:06:36: Wenn die sich unterhaken und eng zusammenarbeiten, dann
00:06:39: könnte es was werden.
00:06:41: Wie siehst du denn die Telekom in dem Umfeld?
00:06:43: Die Telekom ist auch mit dabei.
00:06:46: Die Telekom, die T-Systems ist natürlich, dadurch, dass die im Netzbereich auch sehr
00:06:51: groß sind, dass die jetzt viel investiert haben in ihre AI-Factory in
00:06:56: München, 10.000 GPUs mit Nvidia.
00:07:00: Die haben auch einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro.
00:07:04: Also bei uns ist eine STACKIT mit dabei, eine IONOS mit
00:07:09: dabei und die T-Systems natürlich auch.
00:07:14: Und die darf man nicht außer Acht lassen.
00:07:16: Also STACKIT ist für mich ja so ein Überraschungskandidat, also jetzt gar
00:07:21: nicht mehr so, weil die sind ja schon länger auch aktiv und haben ihren Anspruch
00:07:24: ja schon frühzeitig auch kundgetan.
00:07:27: Ist ja nichts Besonderes, aber eigentlich als Discounter,
00:07:32: diese Schritte zu gehen in diese doch Vertikalisierung der
00:07:38: ganzen Tätigkeiten und dass sie dann ja AWS von Europa werden wollen.
00:07:43: Ich glaube, ich habe das mal gelesen oder gehört.
00:07:47: Ja, mit der STACKIT habe ich das erste Mal zu tun gehabt Anfang 2021, als
00:07:53: ich im Finanzministerium war.
00:07:56: Und was die machen, ist nur konsequent.
00:07:58: Wenn du groß genug bist, dann lohnt es sich, eine eigene Cloud aufzubauen.
00:08:03: Wenn du genug eigene Kunden hast und das hat die STACKIT,
00:08:06: dann macht das durchaus Sinn.
00:08:08: Du musst die eh betreiben und wenn du das einmal aufgebaut hast, dann liegt die Idee
00:08:12: nahe, warum sollst du das nicht auch deinen ganzen Firmen, mit denen du
00:08:16: zusammenarbeitest, die auch so eine Infrastruktur suchen und anbieten.
00:08:20: Also die haben schon ein ganz kluges Geschäftsmodell.
00:08:23: Und ich bin froh, dass wir in Europa jemanden haben, der
00:08:29: eben sagt: In Ordnung, ich gebe jetzt auch erst mal richtig
00:08:33: Geld rein, damit man eben sichtbar wird.
00:08:36: Und 11 Milliarden Euro für neue Rechenzentren, die annonciiert
00:08:43: worden sind, das ist schon etwas...
00:08:45: Das ist schon eine Hausmarke, also das ist beeindruckend.
00:08:48: Ich glaube, die Telekom hat eine Milliarde gesagt gehabt, oder?
00:08:52: Irgendwie so, dass die investieren wollen?
00:08:54: Größenordnismäßig musst du dir das ungefähr so vorstellen: Die Telekom mit
00:08:58: ihrem Rechenzentrum in München mit 10.000 GPUs mit Nvidia, würde ich mal ungefähr
00:09:03: sagen, ich ein bis zwei Milliarden so von der Größenordnung gehe, die AI
00:09:08: Gigafactories, die es in Europa geben soll, wo sich eine Telekom beworben hat,
00:09:14: wo sich eine IONOS beworben hat, wo sich eine STACKIT beworben hat
00:09:18: und noch einige andere.
00:09:20: Die kosten ungefähr 5 Milliarden Euro und haben eben eine und wollen dann
00:09:28: hinterher 100.000 GPUs verbauen.
00:09:32: Das ist zehnfach.
00:09:33: Das sind natürlich schon Größenordnungen, die sind …
00:09:37: Ich finde sie beeindruckend und ich finde sie auch ausreichend.
00:09:41: Das müssen nicht immer 100 Milliarden Euro oder sonst was, Dollar sein, wie in den
00:09:45: USA mit den Sachen um sich geworfen wird.
00:09:47: Man verliert ein bisschen die Bodenhaftung aus meiner Sicht, wenn man das dann in den
00:09:51: USA sieht, was sie da alles investieren wollen oder Zusagen machen.
00:09:55: Und auf der anderen Seite auch gesagt: Wie willst du es dann finanzieren?
00:09:58: Auch ein Gewicht. Auch ein wichtiger Punkt.
00:10:02: Also in den USA bin ich da skeptisch, wie lange sich das trägt.
00:10:11: Die verkaufen sich untereinander ihre Leistungen, mieten das an, kaufen
00:10:14: sie wieder zurück und alles.
00:10:16: Da blickst du gar nicht durch, ob überhaupt ein Geschäft damit gemacht wird
00:10:19: oder ob die sich einfach nur Leistungen hin-und her verkaufen.
00:10:22: Deswegen bin ich da ein bisschen skeptisch.
00:10:24: Was uns natürlich fehlt: Wir haben mit Mistral einen echt guten
00:10:32: Anbieter in puncto künstliche Intelligenz.
00:10:34: Ich nutze es auch ab und zu.
00:10:36: Wenn du eben Bilder generieren möchtest oder sonst was, so was wird
00:10:40: kostenlos halt nicht angeboten.
00:10:42: Und da landen eben dann unheimlich viele Menschen immer bei diesen kostenlosen
00:10:46: Angeboten und das sind halt die US-Angebote.
00:10:50: Da fehlt es in Europa an irgendwas, dass bei den Bürgerinnen und Bürgerinnen, weil
00:10:54: wir könnten das, auch so was anbietet und da braucht man eine Rechenkapazität.
00:10:58: Ja und das Geld...
00:11:00: Das kostet immer noch Energie, Strom?
00:11:04: Jemand, der das dann finanziert, dein Bildwunsch.
00:11:08: Ja, aber es würde gehen, wenn man sich zusammentut in Europa und
00:11:15: wenn man eben gemeinsam an den Sachen arbeitet.
00:11:19: Und da muss man auch gar nicht alles großartig in eine Firma, in ein
00:11:24: Unternehmen packen oder sonst was.
00:11:26: Da reicht es, wenn man sich wirklich auch offene Schnittstellen einigt oder so
00:11:30: und die auch wirklich nutzt, dann dann.
00:11:33: Also ORA, die, sage ich mal, Gaia-X 2. 0, 3.
00:11:36: 0, also das, was sich daraus entwickelt hat, da kommt langsam etwas, was
00:11:44: auch mehr und mehr genutzt wird.
00:11:46: Ich denke, wir haben eine Chance, ein gutes Cloud Edge Continuum in Europa
00:11:52: aufzubauen, wo wir ausreichend resilient sind, sehr gut resilient sind und eine
00:11:58: gute Leistungsfähigkeit haben, dass wir da nicht abhängig sind von den Amerikanern.
00:12:02: Definitiv nicht.
00:12:03: Standardisierung ist, glaube ich, ein ganz großes Thema.
00:12:05: Haben wir ja in der Geschichte auch gesehen.
00:12:07: Gerade die Maschinenbauer und so weiter haben wir die Standards
00:12:10: auch nach vorne getrieben.
00:12:11: Das war immer ein Vorteil, den wir ja in Europa dann hatten, dass wir
00:12:15: dann basiert auf diesen Standard ja immer mehr machen konnten.
00:12:18: Siehst du denn auch, du hast gesagt, da passiert einiges.
00:12:22: Siehst du auch den Willen gerade dazu, dass das dann auch wirklich alle wollen?
00:12:26: Oder?
00:12:27: Also ich sage mal, bei Gaia-X, muss ich sagen, ganz am Anfang hieß es
00:12:31: Souveränität, Europa first.
00:12:33: Und dann, es hat sich aus meiner Sicht, vielleicht bin ich auch falsch, kannst du
00:12:36: mich da gerne korrigieren, dann aber irgendwie so aufgeweicht, dass
00:12:41: ich nicht mehr das Gefühl habe, Gaia-X vertritt dann Europa, sondern ist
00:12:44: eigentlich ein Sprachwort für die Hyperscaler geworden, die jetzt
00:12:47: noch so einen Stempel haben.
00:12:48: Ich formuliere es mal so echt spitz.
00:12:50: Ich weiß aber nicht, ob das so stimmt.
00:12:52: Da will dich da ein bisschen aus der Reserve locken.
00:12:56: Nein, ich glaube, da tut man Gaia-X unrecht.
00:13:00: Die Vision von Gaia-X, die finde ich gut.
00:13:03: Du musst so etwas natürlich auch operationalisieren und dann hast du eben
00:13:09: mehrere Workstreams und ein Workstream hätte eben sein müssen,
00:13:13: dass die großen Europäischen eher sagen: Okay, wir bauen das mal.
00:13:17: Wir haken uns mal unter.
00:13:19: Und sorry, da fangen die europäischen Anbieter dann immer an gegeneinander.
00:13:25: Konkurrenz ist gut.
00:13:29: Marktbewerber, Marktbegleiter, alles gut.
00:13:32: Aber wenn man dann probiert, gegeneinander zu arbeiten, ist es nicht gut, weil dann
00:13:35: gewinnen letzten Endes einfach die anderen Großen und das sind die Amerikaner.
00:13:42: Okay, das ist im Endeffekt das Pudels Kern gewesen, des Pudels Kern gewesen, so, dass
00:13:49: man da zu sehr immer in seinen eigenen Spielkasten geguckt hat und nehmen wir
00:13:54: mein Scheufelchen nicht weg, sondern nicht das große Ganze dann sich angeguckt hat.
00:13:58: Und ein paar Große müssen zusammen arbeiten, die müssen vorangehen.
00:14:01: Und wie funktioniert das?
00:14:02: Na, wenn die CEOs sich verstehen.
00:14:05: Also wenn sich zwei Menschen nicht verstehen, wenn sie sich, was weiß ich, wo
00:14:08: sie sich treffen auf dem Tennisplatz oder sonst was, wenn sie gemeinsame Interessen
00:14:12: haben, wenn es menschelt, wenn das Vertrauen da ist.
00:14:15: Ich glaube, Vertrauen ist wichtig.
00:14:17: Dann arbeiten die auch zusammen.
00:14:19: Ja, und das ist die Frage. Das ist ein guter Punkt.
00:14:22: Gibt es da die Plattformen?
00:14:24: Ich habe da keinen Einblick drin, ob das wirklich aktiv gefördert wird.
00:14:29: Weil ich glaube nämlich, warum ich die Frage interessant und wichtig finde, ist,
00:14:33: wenn wir Digitalisierung nach vorne treiben wollen in Europa, ist Cloud ja ein
00:14:37: ganz, ganz wichtiger Punkt und auch die Cloud-Fähigkeit und Sachen
00:14:42: auch in der Cloud skalieren zu können.
00:14:45: Da sind wir aus meiner Sicht immer noch sehr zurückhaltend unterwegs.
00:14:53: Also auch unsere Kunden sind da eher zurückhaltend unterwegs.
00:14:56: Na ja, da gibt es aus meiner Sicht Du brauchst Kennzahlen.
00:15:04: Du brauchst Kennzahlen.
00:15:05: Du musst wissen, wie die Cloud genutzt wird.
00:15:08: Jetzt ziehe ich es mal auf den Public-Sektor.
00:15:09: Wir wissen das nicht. Wir wissen nicht, wer welche Cloud nutzt.
00:15:13: Das heißt, wir haben keine Kennzahlen.
00:15:15: Wir brauchen Kennzahlen.
00:15:16: Da muss man sich Ziele setzen und eben sagen, ein
00:15:23: Anteil von einem Drittel am Cloud-Markt ist das absolute Minimum.
00:15:29: Und wenn der nicht erreicht ist, dann muss man eben in den Markt eingreifen,
00:15:35: damit dieser Anteil erreicht wird.
00:15:37: Also ganz klar.
00:15:39: Dann hat man auch eine Chance, mehr Marktanteile zu gewinnen,
00:15:43: aber wenn man es einfach laufen lässt, dann funktioniert es nicht.
00:15:47: Deswegen wird man, denke ich, schon auch schauen müssen,
00:15:51: dass man mehr europäisch kauft.
00:15:54: Bloß aus meiner Sicht braucht es da gar keine großartigen Anpassungen.
00:15:58: Das kannst du heute alles schon machen.
00:16:00: Vielleicht müssen wir auch einfach – ich hatte die
00:16:06: Diskussion diese Woche an anderen Stellen oder gestern – wir fordern bei vielen
00:16:12: Dingen und nicht nur bei Cloud immer, gut 100%.
00:16:16: Mehr als 100% geht ja eigentlich nicht.
00:16:18: Viele sagen 130% oder so, aber wir fordern immer das absolute Maximum,
00:16:24: wobei und damit fliegen dann teilweise eben viele
00:16:29: Anbieter raus, weil sie eben einzelne Teile davon nicht erfüllen.
00:16:34: Und wenn wir von diesen 100% denken, einfach ein bisschen runtergehen,
00:16:38: dann öffnen wir mir den Markt schon.
00:16:40: Wir stellen manchmal Anforderungen bei unseren Ausschreibungen,
00:16:45: wo, glaube ich, den Leuten, die die Ausschreibung machen, gar nicht bewusst
00:16:49: ist, dass sie damit europäische Firmen rauskann.
00:16:51: Also wir müssen intelligentere Ausschreibungen machen.
00:16:54: Wir müssen von unseren Anforderungen herunterkommen, dass wir eben wirklich ein
00:16:58: breites Maß haben von Anbietern, die diese Anforderungen erfüllen, also dass da viele
00:17:04: mit dabei sind und nicht an Spezialanforderungen, die denn letzten
00:17:08: Endes bloß von wirklich riesengroßen Firmen erfüllt werden können, weil das die
00:17:13: Einzelnen sind, die es heute vielleicht schon haben.
00:17:15: Wir haben es morgen, aber das müssen wir anders machen.
00:17:19: Das geht.
00:17:20: Ist das ein deutsches Phänomen aus deiner Sicht oder ist es ein
00:17:23: europäisches Phänomen?
00:17:25: Also die Italiener neigen ja sonst nicht dazu immer 100% in
00:17:30: Wobei, ich weiß gar nicht, ob ich denen tue, wahrscheinlich jetzt Unrecht, aber
00:17:34: wir Deutschen, wollt ihr eher sagen, sind ja eher, die es perfekt haben wollen
00:17:38: ganz häufig und over-enginieren. Nein.
00:17:42: Auch wir Deutschen müssen ein bisschen protektionistischer denken.
00:17:46: Sonst funktioniert das einfach nicht.
00:17:50: Und wir haben ja genug Möglichkeiten.
00:17:53: Es macht ja bei …
00:17:57: Wenn ich an unsere Sozialdaten denke, also unsere Anwendung läuft
00:18:01: im eigenen Rechenzentrum.
00:18:03: Es gibt keine Notwendigkeit, die jetzt aus dem eigenen Rechenzentrum auf
00:18:07: eine Cloud-Plattform zu transferiert.
00:18:09: Du kannst dir aber vorstellen, dass das eigene Rechenzentrum ausfällt
00:18:14: und dann kannst du froh sein, wenn du eben eine Plattform hast, wo du das wieder
00:18:18: hochfahren kannst.
00:18:20: Und das sind dann für mich natürlich europäische Plattformen,
00:18:24: also nationale Plattformen.
00:18:25: Das kannst du ansonsten niemandem erklären und die reichen dafür auch aus.
00:18:31: Ich glaube, wichtig ist, dass wir anfangen, langfristige partnerschaftliche
00:18:38: Beziehungen aufzubauen, weil es macht ja keinen Sinn, dass ich
00:18:42: alle zwei, drei, vier Jahre eine Cloud-Ausschreibung mache und dann
00:18:45: kommt wieder ein anderer rein.
00:18:46: Ich brauche partnerschaftliche Beziehungen und die müssen aus meiner Sicht
00:18:49: ausgerichtet sein auf einen längeren Zeitraum als vier Jahre.
00:18:52: Ja, eher Jahrzehnte, oder?
00:18:54: Eigentlich reden wir von zehn Jahren.
00:18:57: Jahrzehnte, würde ich jetzt vielleicht nicht sagen, aber
00:19:00: so einen Zehn-Jahreszyklus oder so, wo man sagt, in dem arbeitet man mal zusammen
00:19:06: partnerschaftlich und baut etwas auf.
00:19:11: Danach kann man immer noch gucken, dass man eben nicht in so ein
00:19:14: Vendor-Login reinkommt.
00:19:15: Man kann es ja auch mit zwei Partnern machen.
00:19:16: Das kann man ja auch ein bisschen verteilen.
00:19:18: Aber so eine Planungssicherheit, so einen Horizont von zehn Jahren, glaube ich,
00:19:23: damit sie es amortisiert, damit Rechenzentren gebaut werden, nicht
00:19:27: nur auf Verdacht, sondern auch genutzt werden und, und, und.
00:19:30: Da sollte man mal drüber nachdenken, wie man zu längeren Nutzungsverträgen kommt.
00:19:35: Wir haben auch häufig die Vergleiche, die wir
00:19:39: ziehen können, wenn wir Angebote machen auf eine AWS, Microsoft, Google.
00:19:44: Bei mir ist es häufig ja OVH, wir haben aber in der Gruppe auch STACKIT und Co.
00:19:48: Was auffällig ist, selbst wenn es preisgünstig ist, man muss
00:19:51: sagen, OVH hat ja nicht die ganzen Funktionsvielfalt, wie jetzt
00:19:57: eine AWS beispielsweise.
00:19:59: Aber häufig braucht man das ja gar nicht in dem Zuge für bestimmte Cases, wenn du
00:20:03: sagst, ich habe eine Applikation und die ist dann …
00:20:05: Ich brauche eigentlich nur Compute.
00:20:06: Ich brauche einfach nur Compute erst mal ganz, ganz viel.
00:20:10: Da gibt es ja große Unterschiede, was wir festgestellt haben.
00:20:14: Aber da sind wir …
00:20:16: Und das ist eigentlich meine Frage: Da sind wir so zurückhaltend mit „Da nehmen
00:20:21: wir doch einen europäischen Anbieter".
00:20:23: Kannst du dir das erklären, warum das so ist?
00:20:25: Auch wenn es teilweise 30% günstiger ist, wo ich sage, ist doch total klar.
00:20:31: Die gleiche Leistung.
00:20:32: Die Vermutung ist folgende: Also ihr seid günstiger.
00:20:36: Wir haben das mal …
00:20:37: Ihr heißt jetzt in diesem Fall OVH zum Beispiel, S3 Bucket oder sonst was.
00:20:43: Wenn du nur diese Komponente vergleichst, die ist preislich günstiger.
00:20:49: Die Frage ist halt immer: Was braucht der Kunde?
00:20:51: Was muss er selber dazu bauen?
00:20:53: Wie hoch ist denn praktisch der Gesamtaufwand für ihn, wenn er wirklich
00:20:56: nur Speicher braucht, um irgendwas abzulegen oder so?
00:21:00: Das ist überhaupt kein Thema.
00:21:00: Der Bedarf, wenn eben Geodaten abgelegt werden oder sonst so Geschichten,
00:21:05: haben wir genug in Europa.
00:21:07: Wo du eben wirklich bloß so einen Datenbunker suchst, ist
00:21:10: überhaupt kein Thema. Das funktioniert.
00:21:13: Also Compute geht.
00:21:14: Wir haben allerdings zu wenig Cloud-Anwendungen.
00:21:17: Die laufen primär im eigenen Rechenzentrum.
00:21:21: Wir müssen einfach schauen, was kann man sinnvollerweise irgendwo
00:21:24: anders laufen lassen.
00:21:26: Ein Beispiel, was die wir gerade nutzen, ist die Office-Alternative OpenDesk.
00:21:36: Da ist die Idee folgende: Da wird es auch eine Pressemitteilung geben.
00:21:42: Wir sind in der Sozialversicherung so aufgestellt, dass wir gesagt haben: Lasst
00:21:47: uns das doch als Second Source neben unsere heutigen –
00:21:54: Microsoft ist die First Source – stellen.
00:21:57: Dann ist die schon mal da.
00:21:59: Der Use Case ist, wir kaufen das als SaaS-Lösung ein bei einem
00:22:05: nationalen Cloud-Provider.
00:22:07: Und zwar für den Fall, dass das eigene Rechenzentrum gestört
00:22:12: ist und du nicht kommunizieren kannst.
00:22:13: Dann hast du praktisch eine zweite Kommunikationslösung.
00:22:16: Und der Vorteil ist jetzt, wenn wir es jetzt schaffen,
00:22:20: diese SaaS-Lösung, OpenDesk, in Europa zur Anwendung zu bringen und
00:22:24: alle entwickeln damit, dann kann Frankreich sagen, in Ordnung.
00:22:29: Aber bei mir läuft es eben nicht auf einer STACKIT, einer IONES oder
00:22:32: einer T-System Telecom Cloud.
00:22:34: Bei mir in Frankreich, ich biete es an über eine OVH oder über eine Scaleway.
00:22:40: Italien kann es machen über eine AROBA oder was die haben Österreich kann es
00:22:46: machen über eine Exoscale und der kann jedes Land in Europa mit seinem
00:22:51: nationalen Champion eine Bürokommunikationssoftware anbieten,
00:22:58: die denn in Europa so einheitlich ist.
00:23:02: So haben es nämlich die Chinesen gemacht, um von Microsoft wegzukommen.
00:23:06: Okay.
00:23:06: Die haben KingSoft, WPS, die haben die Software eingeführt.
00:23:12: Die wird komplett genutzt und die haben ganz einfach einen Plan gehabt: 5, 3, 2.
00:23:18: Das heißt also, in fünf Jahren wollen wir es abgelöst haben.
00:23:22: Nach drei Jahren 50%, im vierten Jahr noch mal 30% dazu und im fünften Jahr 20%.
00:23:29: Und die Haben es geschafft.
00:23:31: Wir haben es aber auch geschafft, dass diese Open Source, diese chinesische Open
00:23:35: Source Software, die kann von jedem genutzt werden, aber die wird eben stark
00:23:39: aus China weiterentwickelt, dass die auch überall genutzt wird.
00:23:43: Und wir brauchen SaaS-Anwendungen Lösungen, die auf
00:23:45: europäischen Clouds laufen.
00:23:49: Andere Idee: Auch da sind wir im Hintergrund dran, wenn
00:23:52: wir Ausschreibungen machen nach SaaS-Lösungen, dass wir fordern,
00:23:57: die dürfen nicht nur auf den US-Clouds laufen, sondern wir müssen auch auf
00:24:00: einer europäischen Cloud laufen.
00:24:02: Du hast sehr, sehr viele SaaS-Lösungen, die echt, echt gut sind,
00:24:07: aber die laufen eben nur bei Microsoft Google und MS.
00:24:10: Und damit können dann bei dieser Nutzung der SaaS-Lösungen,
00:24:14: also nicht die eigenentwickelten Fachverfahren, sondern die eingekauften
00:24:17: Verfahren, da können die deutschen, europäischen Cloud-Provider
00:24:21: da kein Geschäft machen.
00:24:22: Deswegen müssen wir gucken, dass wir so eine SaaS-Lösung da auf
00:24:27: deutsche, europäische Plattformen raufbringen.
00:24:31: Was ich spannend finde, ist, die amerikanischen, die unterstützen
00:24:36: ja die ganzen Plattformen immens mit Entwicklungsgeldern, mit Ramp-ups
00:24:41: dazu oder Marketing-Funds.
00:24:43: Das bekomme ich bei den...
00:24:45: Ich habe nicht den gesamten Überblick, bekomme ich aber nicht bei allen dann
00:24:49: wirklich so richtig mit, dass das so stark unterstützt wird.
00:24:55: Das ist mir auch gerade noch mal aufgefallen.
00:24:57: Im E-Commerce sind wir auch ganz ist häufig aktiv und wir haben einen
00:25:01: Partner, der kommt aus Brasilien.
00:25:03: Die haben ein total tolles Produkt, läuft aber nur auf der amerikanischen AWS-Cloud.
00:25:08: Das ist auch einer der größten AWS-Kunden schlechthin.
00:25:11: Wir haben Kunden, die haben am Anfang gesagt: Nein,
00:25:14: interessiert uns nicht, weil nordamerikanische Cloud.
00:25:18: Aber dann war das Produkt so super, dass wir doch bis zum Ende gekommen sind.
00:25:22: Dann haben sie aber dann gesagt: Doch nicht.
00:25:24: Und das finde ich spannend, diese Diskussion.
00:25:29: Genau. Da müssen wir die Nachfrage bündeln.
00:25:31: Wenn wir eben sagen, wir haben dann echt mit …
00:25:34: Wir stehen jetzt vor der Herausforderung, dass Atlassian nur noch
00:25:39: in der Cloud läuft.
00:25:41: Und AWS bietet sich ja dann total an, oder?
00:25:44: Ja, Und Jira Confluence und im Augenblick läuft es nur auf den
00:25:48: amerikanischen Clouds.
00:25:50: Und wir nutzen ja nun wirklich die Atlassian-Produkte sehr,
00:25:53: sehr viel in Europa.
00:25:55: Und wenn wir es schaffen würden, der Firma zu sagen, Also Cloud-Nutzung,
00:26:02: ihr müsst es auch auf einer europäischen Cloud anbieten.
00:26:08: Dann habt ihr auch eine Chance, dass in Europa euer Produkt weiter genutzt wird.
00:26:14: In die Richtung müssen wir hin.
00:26:15: Die charitieren gerade das Klinikinformationssystem,
00:26:20: glaube ich, eingekauft.
00:26:21: Eins der von Gartner am besten bewährtesten KIS-Systeme ist halt Epic.
00:26:28: Und wo läuft Epic?
00:26:31: Und da sind wir wieder bei diesem Thema.
00:26:33: Wir müssen fordern, aber da reicht es nicht, wenn es nur Deutschland
00:26:37: fordert bei Atlassian.
00:26:38: Da wäre schon gut, wenn sich da zwei, drei Staaten unterhaken würden und
00:26:43: sagen: Okay, wir würden das nutzen.
00:26:45: Das heißt aber, du musst dann natürlich auch ein gewisses Commitment abgeben,
00:26:48: dass du sagst: Das ist in Ordnung.
00:26:50: Wir fragen das dann auch nach im gewissen Umfang.
00:26:53: Also nur auf Verdacht werden die das nicht machen.
00:26:55: Und was ich spannend finde, ist bei den US-Hyperscalern, die dann, sagen
00:27:00: Okay, ich unterstütze das Ganze noch.
00:27:02: Die unterstützen auch durch Marketingfunds dann halt Atlassian und auch
00:27:06: Atlassian-Partner, damit aktiv zu sein.
00:27:09: Und dann habe ich jetzt auch erst mal verstanden, warum.
00:27:12: Das geht ja so oder so auf den Hyperscaler.
00:27:15: Da müsste er eigentlich nichts tun.
00:27:17: Aber durch diese Zusammenarbeit tun sie zwei Sachen, die so smart sind.
00:27:20: Die sagen: Falls Probleme da sind, wir sind im Hintergrund und
00:27:23: helfen Atlassian dabei.
00:27:25: Da fühlt man sich jetzt mal gut aufgehoben.
00:27:27: Und das zweite ist: Ach und übrigens, für all deine anderen Sachen?
00:27:30: Und dann haben Sie den Kundenkontakt.
00:27:34: Das ist so smart.
00:27:36: Das sind die ganzen Ausbildungsprogramme, die die haben.
00:27:41: Wir müssen schauen.
00:27:44: Ich würde mich freuen, wenn wir Standards schaffen beim
00:27:48: Cloud-Betrieb, bei uns, bei unseren europäischen Clouds
00:27:52: und zu gemeinsamen Ausbildungsprogrammen kommen, dass du so eine
00:27:56: Academy hast oder so.
00:27:57: Wenn einer auf einer OVH-Cloud gelernt hat oder sein Zertifikat hat, dass er
00:28:02: damit auch sofort weiterarbeiten kann auf einer STACKIT-IONOS-T-Systems-Cloud
00:28:07: oder you name it, egal was.
00:28:09: Das macht Amazon unheimlich gut.
00:28:12: Und die fördern das auch.
00:28:14: Also die sind kostenlos, diese Ausbildung oder so und damit ziehen die
00:28:17: natürlich alle auf ihre Cloud auf.
00:28:20: Das heißt also, die wissen alle, wie das funktioniert.
00:28:24: Da müssen wir ran.
00:28:25: Und wie du richtig sagst, die unterstützen die Kunden auch mit vielen,
00:28:30: mit vielen Support-Leistungen, wie immer diese Support-Leistungen aussehen oder so.
00:28:35: Da wird eben viel gefundet oder so.
00:28:37: Wenn man das mit der Ausbildung im ersten Schritt hinbekommen, wäre
00:28:40: schon mal richtig gut.
00:28:43: Was würdest du dir …
00:28:44: Wir sind ja kurz vor Weihnachten.
00:28:47: Wir strahnen es ja nach Weihnachten aus, aber man sieht es ja an dem Stern hinten.
00:28:51: Was würdest du dir denn wünschen wollen für die kommenden Jahre in dem Kontext?
00:28:59: Um das mal zu reduzieren?
00:29:05: Also, dass man das exemplarisch einmal durchzieht, wie es funktionieren kann.
00:29:09: Wir machen das gerade mit OpenDesk.
00:29:13: Opendesk ist für mich eine Variante, wo ich sage, das ist eine Open-Source-Lösung,
00:29:17: wo viele ihre Produkte dann einbringen können und damit
00:29:21: auch Geld verdienen können.
00:29:23: In OpenDesk läuft eine Next-Cloud.
00:29:25: Das heißt also, man kann Französisch …
00:29:29: Wir müssen ein ein Ökosystem aufbauen.
00:29:31: Ich wünsche mir, dass möglichst viele in Europa NextCloud nutzen, dass möglichst
00:29:36: viele reinentwickeln, dass es echt eine Community gibt, dass ein Ökosystem wächst
00:29:41: und dass nicht nur einzelne Firmen irgendwas entwickeln, sondern dass es eine
00:29:44: echte Open-Source-Community dafür gibt.
00:29:48: Das wünsche ich mir und dann wünsche ich mir, dass es vom Public-Sektor breit
00:29:53: genutzt wird, und zwar nach dem Prinzip, wie ich es dir
00:29:57: gesagt habe: Jeder Staat kann sein Geschäft mitmachen, indem er sagt: Ich
00:30:01: biete das auf meiner Cloud an und habe damit eben meinen nationalen
00:30:06: Cloud-Anbieter unterstützt.
00:30:08: Macht Geschäft in Frankreich, in Spanien, in Italien, egal wo.
00:30:13: Also die Wertschöpfung bleibt in den Ländern.
00:30:15: Das wünsche ich mir.
00:30:16: Und dann wünsche ich mir, dass das, was die EU mit ihren
00:30:21: Projekten vorantreibt, IPSY CIS, IPSY AI, Important
00:30:26: Project, Common European Interest.
00:30:28: Da sind ja Lösungen gebaut worden, dass sie es schaffen, bilateral
00:30:36: die Clouds zu verbinden, sodass sie sich wechselseitig ein Backup geben.
00:30:42: Weil wir haben ja gesehen, was passiert, wenn die AWS Cloud ausfällt.
00:30:46: Das hat AWS aber auch gesehen. Und was haben sie gemacht?
00:30:49: Die haben sich jetzt ganz schnell mit Google zusammengetan
00:30:53: und geben sich wechselseitig ein Backup.
00:30:56: Und dieses Prinzip finde ich smart und das könnte ich mir auch vorstellen,
00:31:00: von der OVH mit einem deutschen Anbieter – ich sage jetzt nicht, welchen
00:31:04: – ist eigentlich egal.
00:31:05: Und dann kannst du eben in Europa mit nicht mehr als
00:31:12: 20 Cloud-Anbietern eigentlich ein Ökosystem aufbauen bauen, was eigentlich
00:31:16: wirklich denn ausreichend resilient ist.
00:31:20: Das wäre schon eine coole Sache.
00:31:21: Also eine Cloud fällt aus und ein anderer kann einspringen.
00:31:25: Also Resilienz wird unheimlich wichtig.
00:31:27: Das würde ich mir wünschen, dass man da zusammen zusammenarbeitet,
00:31:31: dass das Vertrauen da ist.
00:31:33: Und ich würde mir wünschen, dass die Open-Source-Community nicht wieder
00:31:36: anfängt, gegeneinander zu arbeiten, weil jeder seine Produkte verkaufen will.
00:31:39: Das macht es dann irgendwie kaputt.
00:31:41: Wir müssen uns auf ein paar Produkte einnehmen, damit wir skalieren können.
00:31:45: Dann gibt es hinterher auch einen Markt für viel, viel mehr und
00:31:47: dann profitieren alle.
00:31:49: Das ist ein super, super
00:31:54: Abschluss will ich noch gar nicht sagen, aber was du gesagt hattest,
00:31:57: die Schaufel-Geschichte.
00:32:00: Google sagt dann nicht: Mein Scheufelchen und ich muss das selber machen, sondern
00:32:03: geht eigentlich zum größten Konkurrent oder mit größten Konkurrenten und sagt:
00:32:07: Komm, lass uns das zusammen machen, weil dann haben wir wieder mehr.
00:32:10: Das ist auch, wie du sagst, ein smarter Move gewesen von Google.
00:32:13: Ja, aber dann werden die noch mächtiger.
00:32:15: Ja, genau.
00:32:16: Und die haben einfach …
00:32:18: Die Produkte sind gut.
00:32:20: Der Google Workspace ist gut, weil die ein riesiges Ökosystem haben.
00:32:24: Microsoft Office ist gut, weil die ein riesiges Ökosystem haben.
00:32:27: Unsere Lösungen sind da, reichen für viele Dinge aus und können
00:32:35: auch richtig, richtig gut werden, wenn wir dieses Ökosystem unterstützen.
00:32:39: Und dann müssen wir uns auf ein Ökosystem einhören.
00:32:42: Dann nützt es nichts, wenn einer eben ein Libre Office macht, ein
00:32:46: anderer macht ein was weiß ich.
00:32:47: Oder jeder macht wieder irgendwas anderes oder so und baut seine
00:32:51: Open-Source-Lösungen.
00:32:51: Dann haben wir tausend Open-Source-Lösungen, die
00:32:53: alle gut sind, keine skaliert.
00:32:56: Mit keinen kannst du richtig Geld verdienen.
00:32:58: Wir müssen smarte Lösungen finden, wie mit Open Source Geld verdient werden
00:33:06: kann und wie wir dieses Open Source System selbst aufbauen.
00:33:10: China hat ein eigenes Android.
00:33:12: Die haben fortgemacht.
00:33:14: Europa Aber nichts.
00:33:17: Mobile-mäßig gibt es Android und Apple.
00:33:20: Wir könnten so was auch aufbauen, aber das schaffst du nur, wenn es
00:33:24: einmal für alle aufgebaut wird.
00:33:26: Und der Staat hat eine wichtige Funktion.
00:33:29: Du kannst mit dem Staat nicht unendlich viel Geld verdienen, aber der kann schon
00:33:33: die Leitplanken vorgeben und die Richtung weisen, in die es gehen soll.
00:33:40: Das Füreinander fehlt ein bisschen.
00:33:42: Also aus meiner Sicht.
00:33:44: Klar, jeder muss da an sich denken, aber wenn man das größere Ziel mehr in den
00:33:49: Vordergrund rückt, was aus meiner Sicht nachhaltiger ist,
00:33:52: weil danach der Kuchen einfach viel größer wird, wenn man erfolgreich ist, das
00:33:57: ist irgendwie noch schwer herbeizuführen.
00:33:59: Das entnehme ich so deinen Worten.
00:34:01: Ja, du musst mit dem „Wie entstehen Standards?" Da müssen sich ein
00:34:05: paar Große zusammentun und sagen: „Wir bauen das jetzt so",
00:34:09: und dann wird das ein Standard.
00:34:11: Das funktioniert eben nur mit ein paar Großen.
00:34:13: Wir haben in Europa über 10.000 Rechenzentren.
00:34:18: Das ist toll, aber es wird nicht funktionieren, dass man diese 10.
00:34:22: 000 Rechenzentren zusammenschaltet.
00:34:24: Die sind auch überhaupt nicht ausreichend resilient, sei es die
00:34:30: Anforderung an die Informationssicherheit.
00:34:32: Wir haben von dem Bericht der EU zu den Rechenzentren stand drin,
00:34:38: dass du 17 Rechenzentren hast, die eine Energieleistung haben
00:34:43: von mehr als 50 Megawatt.
00:34:47: Die sind alle viel zu klein.
00:34:49: Die müssen schon ein bisschen größer sein.
00:34:51: Müssen nicht so groß sein wie die AI Gigafactories oder so.
00:34:56: So groß vielleicht nicht, aber ein bisschen größer als
00:34:59: heute müssen sie schon sein. Das sind zu viele.
00:35:01: Das funktioniert nicht.
00:35:03: Ich fasse das mal zusammen.
00:35:05: Also Standards setzen ist total wichtig und darauf bauen, das Ökosystem
00:35:11: gemeinschaftlich denken.
00:35:15: Du hast noch viel, viel mehr gesagt, aber was jeder tun kann und jeder, der
00:35:19: auch so Cloud-Ausschreibungen macht, da dann darauf hinwirken, dass man nicht
00:35:23: abhängig ist und möglichst dann, beispielsweise, das fand ich auch total
00:35:26: smarten Gedanken, was ihr da macht, dass wenn ich ihr Applikationen habt, dass
00:35:30: diese auch perspektivisch auf einem nicht Hyperscaler laufen können oder müssen.
00:35:36: Also bei einer Multicloud-Strategie
00:35:42: muss immer mindestens einen nationalen,
00:35:46: europäischen Cloud-Anbieter dabei haben.
00:35:50: Und du musst eigentlich immer von vornherein planen, wie du
00:35:56: von Cloud A zu Cloud B kommst.
00:35:58: Das kann dein eigenes Rechenzentrum sein, das kann eine andere europäische Cloud
00:36:02: sein, dann hast du zwei Europäische drin, kann aber auch eine amerikanische sein.
00:36:06: Wir haben es ja gesehen, einige sind von AWS jetzt zurückgewechselt
00:36:11: auf andere Anbieter in Europa.
00:36:13: Das geht, das musst du immer mitdenken.
00:36:16: Das musst du architektonisch mitdenken und das schaffen natürlich nur die großen
00:36:22: IT-Firmen, IT-Anbieter, IT-Dienstleister.
00:36:25: Das schaffen Kleine nicht.
00:36:27: Der Aufwand ist einfach viel zu groß.
00:36:29: Aber das musst du mitdenken.
00:36:30: Und Pflicht ist, in einer Multicloud-Strategie, habe ich
00:36:33: den Niederländer letztens erzählt, das haben sie sofort mitgenommen, es
00:36:39: müssen immer mindestens zwei Clouds drin sein und eine davon muss
00:36:43: mindestens europäisch sein.
00:36:46: Dann würde man nämlich auch was anderem entgegenwirken, was so
00:36:50: meine Abschlussfrage ist.
00:36:52: Wir sehen im Moment Preise, die steigen an vielen, vielen Stellen.
00:36:57: Ich will jetzt nicht konkret sagen, die Hyperscaler Preise schießen in die Höhe.
00:37:01: Das soll gar nicht meine Aussage sein.
00:37:03: Das kann ich jetzt gar nicht bewerten.
00:37:05: Ich sehe das aber auch persönlich hier in unserem Verbund, dass wir dann auch an der
00:37:11: Plattform sind und dann steigt man den Preis 80, 90% 120%.
00:37:16: Das hatten wir jetzt schon auch ein paar Mal.
00:37:18: Und wenn du dann deine Cloud-Strategie …
00:37:21: Und das ist so die Befürchtung, die ich habe.
00:37:24: Du bist dann auf einen Anbieter, du hast einen Login-Effekt.
00:37:26: Du hast ja, was du vorher in deinen eigenen Rechenzentren hattest, hast du
00:37:30: natürlich auch viele Kosten, aber die waren verteilt auf viele Lieferanten.
00:37:33: Hier der Stromlieferant, da der Hardware-Maintainer,
00:37:37: da mal die Datenbank-IT-Firma.
00:37:41: Aber jetzt hast du ja auf einen und der sagt einfach, zack, mal 30% mehr, aber
00:37:45: halt nicht auf einem kleinen Footprint, sondern auf einem riesen Footprint.
00:37:48: Das kann ja ganze Industrien kaputt machen, weil wir dann mit den Kosten
00:37:53: gar nicht mehr zurande kommen.
00:37:54: Eigentlich hast du die Antwort schon auf diese Frage gegeben.
00:37:58: Schau, dass du eine Alternative hast.
00:38:01: Ja, du musst jederzeit vom Verhandlungstisch aufstehen können.
00:38:05: Wir haben uns damals bei den Großrechnern ziemlich eingebaut.
00:38:09: Da hast du die IBM-Großrechner, die
00:38:13: Siemens-Flujitsu-Großrechner gehabt oder so.
00:38:16: Und das hat lange gedauert, sehr lange, bis wir diese Abhängigkeiten komplett
00:38:20: wegbekommen haben und auf ein reines Linux gekommen sind mit unseren Anwendungen.
00:38:24: Und da waren wir eben komplett abhängig und die waren halt nicht günstig.
00:38:29: Os2, 2000, die Betriebssysteme, die Kosten waren immens.
00:38:33: Und jetzt haben wir einfach die Wahl.
00:38:34: Jetzt kann man eben das auf allen Maschinen laufen lassen und
00:38:38: die Wahl müssen wir haben.
00:38:40: Und wiederholt sich das eigentlich?
00:38:42: Wiederholt sich die Vergangenheit?
00:38:44: Also die Rechensysteme, das war ja total super damals.
00:38:47: Man konnte viel machen, aber dann hat sie ja wirklich eine Firma typischerweise
00:38:50: immer einen Hersteller genommen.
00:38:52: Das ändert sich gerade, weil damals, wir haben heute eine ganz andere
00:38:57: Durchdringung durch die Digitalisierung Das heißt, die Abhängigkeit ist immens.
00:39:02: Und du musst heute, sagt das BSI auch, eigentlich immer in zwei Lösungen denken.
00:39:07: Und nicht nur bei Cloud, sondern du musst eigentlich immer schauen,
00:39:10: dass du zwei Lösungen hast. Vor allem.
00:39:12: Damit du ausreichend resilient bist.
00:39:14: Das zieht sich eigentlich überall durch.
00:39:16: Deswegen ist das auch mit OpenDesk und Microsoft Office zu machen.
00:39:21: Du hast zwei Lösungen.
00:39:22: Du musst immer zwei Lösungen haben, weil eine kann ganz schnell mal
00:39:27: komprimiert sein, ausfallen und dann musst du einen Plan B haben und der kann dann
00:39:31: nicht heißen, wie bei den Großrechnern, wir machen jetzt mal einen 5-bis
00:39:35: 10-Jahresplan, wie wir davon wegkommen, sondern dann musst du eben schauen,
00:39:38: dass du sagst, okay, ich komme da …
00:39:40: Wahrscheinlich kommst du nicht in einer Stunde davon weg, aber ich komme mit
00:39:43: überschaubaren Aufwand, kann ich das hochfahren.
00:39:46: Das dauert dann entweder Wochen, Monat, aber nicht länger als ein halbes Jahr,
00:39:50: wo ich dann komplett umgestiegen bin.
00:39:53: Da müssen wir hin kommen und da müssen wir viel mehr drüber nachdenken.
00:39:57: Und da haben wir dann auch eine Chance, viele europäische Lösungen
00:40:00: heute schon reinzubringen.
00:40:01: Die mögen heute die Second Source sein, aber die sind morgen vielleicht die First
00:40:06: Source und die US-Lösung ist die Second Source.
00:40:10: Ja.
00:40:11: Der Gedanke gefällt mir total.
00:40:14: Ich versetze mich jetzt in den IT-Leiter, in den Geschäftsführer
00:40:19: eines privaten Unternehmens hier ein, der sagt:
00:40:22: Ja, verstehe ich, kaufe ich, aber wenn ich das mache, dann ist
00:40:26: es doch bestimmt deutlich teurer.
00:40:28: Und das ist jetzt so meine Frage an dich.
00:40:31: Kostet das wirklich mehr Geld, immer diese zweite Option bereitzuhalten?
00:40:36: Oder gibt es da auch Spareffekte oder Verhandlungseffekte dem Zuge?
00:40:41: Wie ist da deine Einschätzung? Ja und nein.
00:40:44: Also das gibt keine ganz klare Antwort da drauf.
00:40:47: Wenn du alles im eigenen Rechenzentrum alleine machst mit eigenen
00:40:50: Betriebsmannschaften, wird es teurer.
00:40:53: Ich gebe dir aber ein anderes Beispiel.
00:40:56: 2010 hatten wir bei uns, wo ich IT-Chef war, schon mal zwei eine Office-Lösung auf
00:41:01: Microsoft und eben eine Open-Source-Lösung.
00:41:04: Alles selber betrieben.
00:41:06: Ich habe ein unheimliches Schlamassel gehabt, weil die sind eben nicht komplett
00:41:12: kompatibel, diese beiden Programme.
00:41:14: Die sind zu 98% kompatibel, aber es gibt eben Unterschiede.
00:41:19: Da verschwindet schon mal was denn oder so.
00:41:22: Da wird nicht immer alles korrekt dargestellt.
00:41:25: Also ich habe die Notwendigkeit gehabt, dass irgendwann jeder mal eine
00:41:29: Office-Lösung brauchte und ich bin nicht drum herumgekommen – wir sind nicht drum
00:41:32: herumgekommen –, eine Unternehmenslizenz für Office zu kaufen.
00:41:35: Also hatte ich doppelte Betriebsmannschaft, musste weiterhin eine
00:41:39: Unternehmenslizenz für Office kaufen, war teuer.
00:41:42: Heute kann ich folgendes machen: Heute kann ich sagen, fiktives Beispiel: 25.
00:41:50: 000 Leute. 5.
00:41:51: 000 Leute werden weiterhin Office brauchen, weil die international arbeiten,
00:41:56: vernetzt sind, in Projekten arbeiten, wo viele auf dem SharePoint
00:42:00: arbeiten, wo Teams genutzt wird.
00:42:03: Okay, aber für 20.
00:42:04: 000 Leute, für 80%, reicht eine andere Lösung völlig aus.
00:42:11: So, diese andere Lösung kann ich von mir aus On-Premise betreiben
00:42:15: und die Office-Lösung könnte ich ja eigentlich nutzen, als
00:42:22: SaaS-Lösung, weil dann habe ich dieses Lizenzenproblem nicht.
00:42:26: Dann kann ich es eben wirklich am Bedarf ausrichten.
00:42:29: Und du Du kannst jederzeit vom Verhandlungstisch aufstehen
00:42:31: und sagen: Machen wir anders.
00:42:33: Ich kann es auch runterfahren.
00:42:34: Ich habe immer die Möglichkeiten, 100 Office-Lizenzen einzukaufen, 200, 300.
00:42:41: Ganz werde ich nicht von wegkommen, ist meine persönliche Meinung.
00:42:45: Aber der Löwenanteil ist dann eben, da brauche ich kein Team.
00:42:49: Wenn Mitarbeiter untereinander Video machen wollen, kommunizieren wollen,
00:42:56: da reicht ein Open Talk oder sonst was, überhaupt kein Problem.
00:43:00: Was wir lösen müssen, ist, dass wir uns auch da auf gemeinsame Lösungen einigen.
00:43:07: Und wenn du die irgendwo zentral betreibst und zu einem
00:43:12: Hybridszenario kommst, dann können plötzlich alle miteinander Video
00:43:16: machen, was heute nicht geht.
00:43:17: Durch die ganzen Netzwerkgrenzen, die du hast, die ganzen Firewalls, keiner kommt
00:43:21: rein, keiner kommt raus, da haben wir immer noch ein großes Problem.
00:43:25: Das könntest du damit lösen.
00:43:27: Das Hybridszenario, dass du sagst, du hast einen Teil Das betreibe ich alleine in
00:43:30: meinem Rechenzentrum, weil es sicherer ist, habe ich mehr Vertrauen zu,
00:43:34: aber ich habe gleichzeitig die gleiche Lösung auch draußen, kann da rausgehen,
00:43:39: kann mit anderen darüber kommunizieren.
00:43:41: Das kann man intelligent machen.
00:43:43: Hatte ich diese Woche ein Anruf, Da ging es wieder darum, dass zwei große
00:43:47: Unternehmen nicht miteinander kommunizieren können.
00:43:51: Also unterschiedliche Lösungen und die eine Lösung kommt bei Firma A nicht
00:43:57: rein, die andere Lösung kommt bei Firma B nicht rein.
00:44:00: Die haben nichts, wie die gemeinsam Video machen können in ihren Netzwerken.
00:44:04: Und das kann man, glaube ich, intelligent lösen.
00:44:06: Da liegt auch eine Chance drin.
00:44:08: Und da würde ich, ganz ehrlich, da würde ich konsequent auf
00:44:11: Open-Source-Lösungen setzen.
00:44:12: Ein bisschen platt auch wie beim Telefon.
00:44:14: Wir können ja auch weltweit telefonieren.
00:44:16: Es hat erst mal gedauert, bis wir dann auch die Standards
00:44:19: hatten, bis es dann ging.
00:44:20: Ja, aber beim Telefon geht es, allerdings nicht verschlüsselt.
00:44:26: Und bei Video hast du eben dieses Thema: Wir wollen es sicher haben, wir
00:44:29: wollen es verschlüsselt haben.
00:44:30: Und dann hast du bei Video das Thema, dann hast du die ganzen
00:44:34: Dateien, die dann noch hochgeladen werden, ausgetauscht werden können und und und.
00:44:39: Aber es geht auch.
00:44:40: Ja, super.
00:44:42: Danke für die ganzen Einblicke.
00:44:44: Ich sehe schon, wir sind 45 Minuten dabei. Das ging für mich wie …
00:44:47: Echt?
00:44:48: Ja, ich habe gerade einen Blick drauf gemacht.
00:44:49: Mal gucken, ob wir so bei den 50 Minuten sind.
00:44:52: Das habe ich noch nie gehabt. Das habe ich echt noch nicht …
00:44:56: Na gut, aber guckt sich eh kein Mensch an.
00:44:57: 45 Minuten hält kein normaler Mensch aus.
00:45:00: Angucken nicht, hören ja.
00:45:02: Also Faktor ist so ungefähr 1: 50.
00:45:06: Also anhören tun viele auf dem Weg zur Arbeit, dass sie so an den Benutzer
00:45:11: zahlen, so morgens auf dem Weg zur Arbeit oder teilweise so am
00:45:14: Wochenende, Nachmittags.
00:45:16: Und ich glaube, an meinem eigenen Konsumverhalten, das ist auch
00:45:20: manchmal so, ich hänge die Wäsche auf.
00:45:24: Dann höre ich ganz gerne mal einen Podcast.
00:45:27: Ja, die Google-Lösung, Google Notebook LN, ist ja sagenhaft, wo
00:45:34: du dir dein Dokument reinpacken kannst.
00:45:37: Die erstellen dir den Podcast dazu.
00:45:40: Also super gemacht.
00:45:42: Also unglaublich, was die aus meinen Dokumente gemacht haben, aus meinen
00:45:45: Beiträge und dann kannst du noch sagen, du möchtest den Podcast haben, drei Minuten,
00:45:49: fünf Minuten, zehn Minuten, 20 Minuten. Sensationell.
00:45:52: Total. Sensationell.
00:45:53: Deswegen höre ich … Wie viele Leute das machen?
00:45:55: Ja, ich glaube, da geht noch eine ganze Menge.
00:45:57: Na gut, du.
00:45:59: Super.
00:46:00: Harald, herzlichen Dank für all die Insights dazu und freue mich total, dich
00:46:05: auch auf der INSIGHTS dann wiedersehen zu können.
00:46:08: Ich komme vorbei.
00:46:10: Wo wir da auch noch mal in die Tiefe einsteigen.
00:46:12: Insofern danke und ja, Schönes Fest, aber noch mal in Anlehnung an
00:46:16: den Stern im Hintergrund. Ja, danke.
00:46:19: Joubin, frohes Weihnachtsfest, friedvolles Weihnachtsfest, guten Start in 2026.
00:46:25: War mir eine Freude, dass wir uns dieses Jahr kennengelernt
00:46:28: haben und ich glaube, Europa schafft es.
00:46:32: Dauert ein bisschen länger, aber das Wasser steigt und das ist gut.
00:46:39: Das ist genau richtige Einstellung, finde ich.
00:46:41: Super.
00:46:43: Danke, Harald.
00:46:45: Mach’s gut, Joubin. Tschüss.
00:46:47: Ciao, ciao.
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